Beauty-Retusche mittels Bildbearbeitung

Bestimmt kennst Du diese Situation: Du schlägst eine Zeitschrift auf und Dir strahlen Modells mit makelloser Haut, strahlend weißen Zähnen und glänzendem Haar entgegen. Fotos von Dir zeigen jedoch Augenringe, Hautunreinheiten und die ersten grauen Haare überdeutlich. Und wieder einmal fragst Du Dich: „Wie kann es sein, dass Schönheit so ungerecht verteilt ist?“ Wir vom posterXXL Magazin können Dich in dieser Hinsicht beruhigen. Denn Du kannst auf Fotos genauso makellos aussehen wie die Schönheiten in den Zeitschriften. Ja, selbst Fotos von Topmodels werden nach dem Shooting am Computer mittels Retuschier-Pinsel nachbearbeitet, um kleine und große Makel komplett unsichtbar zu machen. Damit Du auf den nächsten Fotos genauso strahlst, geben wir Dir hier ein paar Tipps, wie Du mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop ein Foto bearbeiten und eine Beauty-Retusche vornehmen kannst.

Zwei Seiten desselben Gesichts – einmal vor, einmal nach der Beauty-Retusche.
Anti-Aging dank Photoshop.

Hautunreinheiten mit Photoshop-Werkzeugen entfernen

Um ein Foto zu bearbeiten, das heißt Hautunreinheiten verschwinden zu lassen, gibt es bei Photoshop zwei nützliche Tools: den Reparatur-Pinsel und das Ausbessern-Werkzeug. Diese Funktion hat in der Werkzeugleiste das Symbol eines Pflasters; damit gleichst Du Farbton, Helligkeit, Sättigung und Kontrast an. Fokussiere mittels der Alt-Taste bestimmte Bereiche im Gesicht, dann kannst Du mit dem Reparatur-Pinsel selbst winzigste Hautareale bearbeiten. Anders als der recht ähnlich funktionierende Kopierstempel verzeiht der Reparatur-Pinsel geringe Abweichungen in der Farbgebung. Das Ausbessern-Werkzeug wiederum ähnelt ein bisschen dem Lasso-Werkzeug, denn mit ihm lässt sich ein bestimmter Bereich eingrenzen und durch einen besseren Bereich ersetzen. Anschließend kannst Du noch Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbton anpassen.

Prinzipiell lassen sich kleinere Bereiche mit dem Reparatur-Pinsel besser bearbeiten – die Bedienung ist nämlich etwas intuitiver. Am besten wählst Du zunächst einen kleinen, weichen Pinsel, mit dem Du Hautunreinheiten verschwinden lässt. Mit dem Ausbessern-Werkzeug retuschierst Du anschließend größere Bereiche, zum Beispiel Falten und dunkle Augenringe. Aktiviere die Alt-Taste, dann kannst Du einen Hautbereich markieren, der Deiner Vorstellung von perfekter Haut entspricht, und ihn einfach auf benachbarte, weniger makellose Bereiche „transplantieren“.

Rechts das Originalfoto eines Gesichts mit Hautunreinheiten, links dasselbe Gesicht mit makelloser Haut
Haut im Vorher-Nachher-Vergleich: Makel einfach glätten.

Haut glätten ohne Lifting – nur per Bildbearbeitung

Mit dem Photoshop-Werkzeug „Gaußscher Weichzeichner“ frischst Du Gesichter auf Fotos schnell und effektiv auf. Hierfür kopierst Du mittels der Tastenkombination Strg + Shift + Alt + E einfach alle sichtbaren Ebenen und machst daraus eine einzige Ebene, die Du in ein Smart-Objekt konvertierst. Im Menüpunkt „Filter“ wählst Du nun die Kategorie Weichzeichnungsfilter/Gaußscher Weichzeichner aus. Fülle jetzt die Smartfilter-Maske mit der Farbe Schwarz aus. Der Grund dafür ist, dass so noch kein Bereich von dem Weichzeichner berührt wird.

Nun wählst Du einen weißen, weichen Pinsel und malst mit mittlerer Deckkraft alle Hautpartien nach, die Du weichzeichnen möchtest. Spare dabei Haare, Augen und Mund aus. Anschließend minimierst Du die Deckkraft auf der Ebene auf ungefähr 40 bis 70 Prozent. So verfeinerst Du gröberer Hautbereiche, ohne ihre Struktur zu zerstören. Aufgrund der reduzierten Deckkraft sind die Poren weiterhin sichtbar, nur eben viel feiner. Retuschiere sie keinesfalls vollständig, sonst wirkt das Gesicht auf dem Foto unnatürlich. Wenn Du den Gaußschen Weichzeichner zum Glätten benutzt, solltest Du wissen, dass dadurch immer einige Details verloren gehen. Die Bildbearbeitung kann daher besonders bei Fotos mit sehr hoher Auflösung auffallen.

Rote-Augen-Effekt entfernen

Beim Fotografieren von Gesichtern passiert es häufig, dass die Netzhaut den Kamerablitz reflektiert. Dies passiert vor allem dann schnell, wenn Du in einer dunklen Umgebung fotografierst – denn dann weiten sich die Pupillen. Moderne Kameras haben oft die Funktion „rote Augen reduzieren“: Dem eigentlichen Blitz wird ein Vorblitz vorgeschaltet, damit die Pupillen quasi „vorgewarnt“ sind und sich verengen. Auch viele Smartphone-Kameras verfügen über diese Funktion. Ansonsten lässt sich per Photoshop der Rote-Augen-Effekt auch noch nachträglich retuschieren. Um rote Augen sowie die weißen und grünen Reflexionen bei Blitzlichtaufnahmen von Tieren zu korrigieren, wählst Du das Rote-Augen-Werkzeug aus, das sich in der gleichen Werkzeuggruppe wie der Bereichsreparaturpinsel befindet. Dann klickst Du einfach in das zu korrigierende rote Auge und Photoshop behebt diesen Makel.

Foto bearbeiten – Bleaching für strahlend weiße Zähne

Eines der prägnantesten Schönheitsmerkmale sind strahlend weiße Zähne. Bevor Du einen Termin bei Deinem Zahnarzt machst, zeigen wir Dir, wie Du Deine Zähne in Photoshop mittels Bildbearbeitung aufhellst. Hierzu wählst Du zunächst die Mundpartie mit dem Lasso-Werkzeug aus. Kopiere nun Deine Auswahl und setze sie in eine neue Ebene ein. Diese multiplizierst Du jetzt negativ, da sich nur auf diese Weise die hellen Bereiche auf das Bild übertragen. Der neuen Ebene fügst Du jetzt einfach die Einstellung Farbton-Sättigung hinzu. Vorher solltest Du aber noch eine Schnittmaske mit Strg + Alt + G erstellen, denn sonst wird dieser Effekt auf das gesamte Bild angewendet. Nun kannst Du die Sättigung um circa 50 Prozent verringern.

Lächelnder Mund mit Zahnreihe im Vorher-Nachher-Vergleich.
Mit Beauty-Retusche: Bleaching ohne Zahnarztbesuch.

Blende nun die Pixel mit einer Ebenenmaske aus, indem Du mit einem weichen Pinsel alle Bereiche nachmalst, die ausgeblendet werden sollen. Jetzt kannst Du ganz nach Belieben entweder die Deckkraft anpassen oder in der Einstellungsebene Sättigung und Helligkeit verändern. Nun sind die Zähne dank Bildbearbeitung leicht aufgehellt, sehen aber immer noch natürlich aus. Wenn Du ein stärkeres Bleaching möchtest, dann erhöhe die Deckkraft einfach auf 100 Prozent und setze die Sättigung herab.

Bildbearbeitung ohne Photoshop

Bei Photoshop handelt es sich um ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm, mit dem Du Dich zunächst gründlich auseinandersetzen solltest, damit Du mit der Bildbearbeitung tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt. Günstiger und einfacher in der Anwendung sind Apps für die Beauty-Retusche, zum Beispiel Facetune oder Adobe Photoshop Express. Mit ihnen kannst Du Fotos einfach bearbeiten.

Im posterXXL-Magazin erfährst Du zudem, wie Du Fotos kostenlos im Internet bearbeiten kannst. Präsentiere Deine Bilder schließlich angemessen, indem Du sie etwa auf Leinwand drucken lässt.

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