#bookface: Liest Du noch oder coverst Du schon?

Ein englisches Sprichwort mahnt: „Don’t judge a book by its cover”. Während man das im Regelfall tatsächlich nicht tun sollte, zielt ein aktueller Instagram-Trend gerade darauf ab: Das Beurteilen von Buchcovern.

Stapel mit Büchern vor Bücherregal im Hintergrund.
#bookface: der neue Instagram-Trend. – Foto: © Kara – Fotolia.com

Und zwar geht es darum, ein Buchcover zu finden, das einem wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Was damit gemeint ist? Das Buch wird so vor den Kopf gehalten, dass das Gesicht auf dem Cover und das eigene optisch ineinander übergehen. Je präziser Frisur, Outfit und Kleidung auf das Buchcover abgestimmt sind, desto besser. Wie genau das aussieht, kannst Du derzeit unter den Hashtags bookface und bookfacefriday auf Instagram sehen.

Woher kommt der Instagram-Trend?

Die Idee, Buchcover mit Gesichtern verschmelzen zu lassen, stammt von cleveren Buchhändlern, die mit ihrem analogen Medium in der digitalen Welt von Instagram für Aufsehen sorgen wollen. Einer von ihnen ist David Pigeret, der in der traditionellen Buchhandlung Mollat im französischen Bordeaux arbeitet. Ganz neu ist das Konzept aber nicht: Schon vor einigen Jahren sorgte der ähnlich geartete Trend „Sleaveface“ für Aufsehen. Dabei verwendete man jedoch keine Buch-, sondern Plattencover von Vinyl-LPs. Die passenden Cover für seine Fotos findet Pigeret übrigens meist beim Durchstöbern aktueller Titel. Seine neuesten bookface-Werke findet man auf dem Instagram-Account der Buchhandlung Mollat.

Warum nur Gesichter?

Warum die vielen Möglichkeiten einschränken, die einem Buchcover bieten? Das denken sich zahlreiche Instagram-User und erstellen nach dem bookface-Prinzip auch Kollagen, die nicht unbedingt etwas mit dem Gesicht zu tun haben: Dann verschmilzt schon mal die Katze auf dem Cover mit dem eigenen Stubentiger oder die Hand auf dem Titel mit dem eigenen Arm. Die Devise lautet: Erlaubt ist was gefällt und was zueinander passt. Dabei gehen einige Instagramer noch einen Schritt weiter und stimmen nicht nur Outfit und Pose auf das Buchcover ab, sondern auch Elemente wie Belichtung und Bildstimmung. Dazu nutzen sie unter anderem Fotoeffekte, Fotofilter und Verfahren wie die Teilkoloration.

5 Tipps: So gelingt Dein bookface

Du willst mit dem booface-Trend Dein Instagram-Feed aufpeppen und weißt nicht so genau, wie Du beginnen sollst? Unsere Tipps helfen Dir weiter:

  1. Mache es wie Pigeret und durchstöbere in Deiner Lieblingsbuchhandlung die Cover neuerschienener Bücher. Meist findest Du diese auf den Auslagen. Alternativ kannst Du natürlich auch online nach Buchcovern suchen. Allerdings brauchst Du letztlich das echte Buch, um ein überzeugendes bookface-Foto zu schießen.
  2. Halte Ausschau nach Covern, die zu Dir passen. Achte dabei auf Haare, Physis und Kleidung. Durch geschickte Posen kannst Du kleine Unstimmigkeiten kaschieren.
  3. Achte auf den Hintergrund des Buchcovers. Einfarbige Hintergründe lassen sich relativ einfach nachahmen. Schwerer wird es bei Landschaften. Ist Dir die Suche nach der Kulisse im Real Life zu aufwendig? Versuche über Goggle Maps Street View eine passende Location in Deiner Nähe zu finden.
  4. Bitte einen Freund, das Foto zu schießen und lass Dich von ihm oder ihr dirigieren: „Etwas höher, weiter nach rechts!“ So erzielt Du die besten Ergebnisse.
  5. Nutze die Instagram-Filter und Apps wie Afterlight und Snapspeed um die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten.

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