Das Richtige für kleine Fotografen oder Fehlinvestition? Digitalkamera für Kinder

Kinder entdecken ihre Umgebung spielerisch. Eine Kamera in Kinderhänden ist dabei ein willkommenes Spielzeug. Ein kurzer Druck auf den Auslöser, und schon sind der schwarz glänzende Käfer und der Lieblingsteddy auf der Speicherkarte gebannt. Für Kinder ist die Digitaltechnik wohl die schönste Entwicklung in der Fotografie, denn kleine Meisterwerke lassen sich sofort im Display betrachten.

Kind mit Digitalkamera
Die Welt mit Kinderaugen festhalten: Digitalkameras für Kinder

Viel Plastik ohne Mehrwert?

Neugierige Kinderaugen nehmen die Welt anders wahr als Erwachsene. Kinderkameras speziell für kleine Fotoenthusiasten bieten eine kindgerechte Einführung in die Technikwelt. Grundsätzlich unterscheiden sich Digitalkameras für Kinder nur wenig von herkömmlichen Kompaktkameras. Das Design ihrer Außenhülle verrät aber sofort, dass es sich um eine Digitalkamera für ein Kind handelt.

Die häufigste Frage, die sich viele Eltern vor der Anschaffung stellen: Ist ein Modell speziell für Kinder wirklich sinnvoll? Oder verbirgt sich dahinter nur wenig Technik und viel Plastikschrott? Wir tragen Pros und Kontras zusammen.

Pro und Kontra Kinderkamera

Pro

  • Das kindgerecht gestaltete Plastikgehäuse in knalligen Farben spricht die kleinen Hobbyfotografen optisch an – ob rosa für kleine Prinzessinnen oder mit Piratenmotiv für kleine Foto-Freibeuter.
  • Bis zu einem bestimmten Alter mangelt es dem Nachwuchs an der nötigen Feinmotorik für das Halten einer Digitalkamera. Kinder brauchen deshalb eine etwas griffigere Bauweise, um das Gerät beim Fotografieren festhalten zu können. Die extra robuste Außenhülle von Kinderkameras schützt die Technik im Inneren gut vor Stößen und Stürzen – mehr als praktisch, denn der Kinderfotoapparat gleitet den Kleinen in ihrem Eifer öfters aus der Hand.
  • Die ergonomische Form ist an kleine Hände angepasst. Viele Modelle sind so konzipiert, dass bereits Kinder ab 3 Jahre leicht die Kinderkamera mit beiden Händen von den Seiten greifen können.

Kontra

  • Vor allem die technische Ausstattung vieler Digitalkameras für Kinder lässt stark zu wünschen übrig: Sie können zwar viel, aber nichts richtig gut. Teurere Modelle bieten oft sogar Zusatzfunktionen wie einen integrierten MP3-Player, Spiele und zahlreiche Bildbearbeitungsoptionen, doch das geht auf Kosten der Bildqualität. Viele Digitalkameras für Kinder haben nur einer Auflösung von 2 Megapixeln – das entspricht nicht einmal der Qualität einer durchschnittlichen Smartphone-Kamera.
  • Im Verhältnis zur Gesamtgröße der Kamera ist das Display oft sehr klein. Da kann es schon mal passieren, dass dem Nachwuchs die Lust am Fotografieren vergeht. Denn die Bilder auf dem winzigen Bildschirm anzugucken geschweige denn zu bearbeiten gestaltet sich eher schwer. Und mit den vorinstallierten Spielen fangen wir erst gar nicht an …

Alternative: Digitalkameras mit Outdoor-Ausstattung

Ist der Nachwuchs dem Kleinkinderalter schon entwachsen, empfiehlt es sich, eine „echte“ Digitalkamera zu kaufen. Gute Alternativen zu einer Kinderkamera sind Modelle mit Outdoor-Funktionen. Sie haben eine bis zu sechsmal bessere Auflösung als die Kindermodelle und sind extrem robust. Außerdem sind sie staub- und wasserdicht sowie kälteunempfindlich. Besonders die Tatsache, dass man damit auch unter Wasser fotografieren kann, sorgt bei Kids für Spaß: Eltern sollten sich beim nächsten Schwimmbadbesuch auf ganze Bildserien von Unterwasserporträts einstellen. Dabei sollte man auch die Kleinen vorher darauf hinweisen, dass nicht jeder Badegast von ihnen gerne fotografiert wird.

Modelle aus der Coolpix-Serie von Nikon sind attraktive Alternativen für die gesamte Familie. Das Variantenmenü bietet eine Ausführung für Kinder und eine für Erwachsene. Die einfache Handhabung und die vielen Motivprogramme sorgen auch bei den Kleinen für Spaß am Fotografieren. Neben Nikon bieten auch andere Kamerahersteller Digitalkameras an, die robust genug sind, um von Kinderhänden bedient zu werden und trotzdem einen ansprechenden Preis haben.

Mädchen macht Fotos
Auch Kindern kann das Fotografieren viel Spaß machen – v.a. mit der richtigen Kamera

Fazit: Alter beachten bei der Kamerawahl

Kleinkinder sind mit einer Kinderkamera in der Regel besser bedient. Nicht nur das kindgerechte Design spricht dafür, sondern ebenso die Haptik und die kindgerechte Menüführung. Bei Kindern, die dem Kleinkinderalter schon entwachsen sind, kann man als Eltern über eine Digitalkamera nachdenken. Der Grund ist einfach: Sie bietet für das gleiche Geld mehr Leistung. Das freut auch die Kleinen, wenn ihre Aufnahmen ansprechender aussehen. Wenn Du trotzdem Angst hast, dass Deinem Schatz die Kamera zu häufig aus der Hand fällt, dann sind Outdoor-Kameras eine Alternative. Sie sind äußerst robust und lassen sich zur Freude der Kleinen auch mit ins Wasser nehmen.

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