Eine Fotoreise nach Kanada machen

Kanada ist nach Russland der flächenmäßig zweitgrößte Staat der Welt und landschaftlich einzigartig. Welches Land kann schon von sich behaupten, an drei Weltmeere zu grenzen? Kanada kann’s: Im Norden liegt der Arktische Ozean, im Westen der Pazifik und im Osten der Atlantik. Im Laufe der Jahrhunderte haben verschiedenste Völker das Land besiedelt, sodass ein bunter Kulturmix entstanden ist, der sich an vielen Orten auch in der Architektur widerspiegelt. Berühmt ist Kanada aber vor allem wegen seiner einzigartigen und vielfältigen Natur. Auf einer Fotoreise von Toronto bis zum Yukon kommen Fotografen voll auf ihre Kosten.

Zwei Kanufahrer auf einem See vor Bergkulisse.
Unberührte kanadische Natur.

Kanadas imposante Metropolen

Vancouver

Vancouver führt in schöner Regelmäßigkeit die Listen der lebenswertesten Städte der Welt an, und das kommt nicht von ungefähr. Die quirlige Metropole an der Westküste ist die drittgrößte Stadt Kanadas und liegt traumhaft zwischen Bergen und Meer. Vom Vancouver Lookout aus, einer Aussichtsplattform auf der 40. Etage des „Harbour Centre“-Wolkenkratzers, genießt Du einen atemberaubenden Blick über die Stadt und kannst wunderschöne Panorama-Aufnahmen machen. Bei schönem Wetter kannst Du aus einer Höhe von 170 Metern sogar Vancouver Island sehen. Die größte nordamerikanische Pazifikinsel ist Kanadas Westküste direkt vorgelagert. Klasse Motive bietet außerdem die „False Creek“-Bucht im südlichen Teil Vancouvers auf der Halbinsel Granville Island. Zwar führt auch eine Brücke dorthin, die besseren Fotos lassen sich aber bei einer Überfahrt vom Wasser aus machen.

Die Sykline von Vancouver spiegelt sich im Wasser,
Großstadtpoesie: Vancouvers Skyline spiegelt sich im Wasser.

Auch der ebenfalls auf einer Halbinsel gelegene Stanley Park, Vancouvers bekanntester Park, ist einen Besuch wert. Mit seinen 400 Hektar ist er der drittgrößte Park in Nordamerika. Im Norden des Parks liegt der Hafen von Vancouver mit seiner beeindruckenden Skyline, an der westlichen Grenze befindet sich die „English Bay“ mit traumhaften Stränden. In dem riesigen Park findest Du außerdem das Vancouver Aquarium sowie etliche über das Areal verstreute Totempfähle. Wen es hoch hinaus zieht, der wagt sich auf den Grouse Mountain, Vancouvers Hausberg, auf dessen 1.250 Meter hohen Gipfel auch eine Seilbahn führt.

Tipp: Für klassische City-Panorama Aufnahmen empfehlen wir ein großes Leinwandformat oder eine hochwertige Veredelung mit Acrylglas.

Toronto

Toronto ist Kanadas größte Metropole und liegt in der Provinz Ontario, am Lake Ontario, dem kleinsten der berühmten fünf Seen. Mit seinen etwa 2,6 Millionen
Einwohnern hat Toronto jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ins Mittelalter zurückversetzt fühlt sich, wer das Casa Loma besucht. Das burgartige Herrenhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Unternehmer Sir Henry Pellatt im Stil des Eklektizismus erbaut. Generell bekommen Architekturfotografen in Toronto jede Menge Motive vor die Linse, denn viele Bauwerke der Stadt wurden von berühmten Architekten wie Norman Foster, Mies van der Rohe oder Daniel Liebeskind gestaltet. Der „Bay-and-Gable“-Stil hat seinen Ursprung in Toronto. Unübersehbar ist das Wahrzeichen der Stadt, der CN Tower. Mit seiner Höhe von 553 Metern war er bis zum Jahr 2009 der höchste Fernsehturm der Welt und wurde 1995 in die Liste der sieben Wunder der modernen Welt aufgenommen.

Kanadas Flora und Fauna

Kanada gliedert sich in 39 Naturregionen, jede von ihnen mit einer ganz besonderen Flora und Fauna. Im Osten des Landes, in der Provinz Québec, befinden sich die Appalachen, ein Mittelgebirge mit einer Länge von 2.400 Kilometern. Die Artenvielfalt ist im Vergleich zur Größe des Landes zwar nicht sehr groß, dennoch treffen begeisterte Naturfotografen auf viele Tierarten, die einem zu Hause eher nicht in freier Wildbahn begegnen: Moschusochsen, Schwertwale, Elche, Polarfüchse, Karibus, Büffel, Lemminge, Grizzlybären und viele weitere. Viele der Tierarten sind gefährdet, und bevor Du in ihren Lebensraum eindringst, um Fotos zu machen, solltest Du Dich über Ge- und Verbote im Umgang mit der dortigen Tierwelt informieren.

Wiese vor einem See mit Gebirge im Hintergrund.
Nichts, was es nicht gibt: Kanada bietet abwechslungsreiche Landschaften.

In Kanada gibt es 40 Nationalparks, von denen der erste bereits 1885 gegründet wurde. Jeder einzelne zeigt die unverwechselbare Natur der jeweiligen Gegend. Der Norden des Landes grenzt ans Nordpolarmeer, Eisbären sind hier keine Seltenheit. Das angrenzende Gebiet ist eine Tundra; hier leben Polarfüchse, Polarwölfe und Polarhasen, Moschusochsen, Stachelschweine und Elche inmitten eines riesigen Nadelwalds mit Tannen, Koniferen, Weymouthkiefern und Douglasfichten.

Eine weitaus abwechslungsreichere Welt bietet sich auf einer Fotoreise durch Kanadas Westen. Bei einer Fahrt durch den Knight Inlet Fjord bietet sich passionierten Fotografen die Landschaft, die wohl jeder von den typischen Kanada-Fotos kennt. In den Monaten Mai und September können Besucher hier Grizzlybären an den tiefgrünen Ufern der Seen und der Pazifikküste dabei beobachten, wie sie versuchen, Lachse aus dem Wasser zu fischen. Auch Schwertwale, Delfine und Seelöwen werden im September von den Fischschwärmen angezogen. Und sogar Weißkopfseeadler stürzen sich aus luftiger Höhe ins kühle Nass, um einen Fisch zu ergattern – traumhafte Motive nicht nur für Vogelfotografen.

Nahaufnahme eines Grizzlybären.
Bären sind ein beliebtes Fotomotiv, an das man sich allerdings nicht zu nahe herantrauen sollte.

Einzigartige Naturschauspiele bei einer Fotoreise durch Kanada

Für Naturfotografen bietet sich in der Region um den Yukon zwischen Mai und Juli ein spektakuläres Naturschauspiel – die Aurora borealis. Die geisterhaften, grünlich schimmernden Nordlichter zeigen sich besonders intensiv in der Gegend des Kluane Nationalparks. Wenn das Wetter mitspielt, sind sie fast jede Nacht am Himmel sichtbar. Nicht nur für Fotografen ist dieses Naturschauspiel etwas ganz Besonderes.

Nordlichter am Nachthimmel (Aurora borealis)
Nordlichter sind faszinierende Naturereignisse.

An der Westküste befindet sich eine Art tropisches Regenwaldgebiet, mit Farnen und massiven Cedar-Bäumen. Diese können mehr als tausend Jahre alt werden und werden von den dort ansässigen Indianern „Lebensbäume“ genannt. In diesen uralten Bäumen nisten besondere Vogelarten wie der Marmelaik, eine heimische Seevogelart. Die Pazifikküste bildet außerdem den Lebensraum von Orcas, die passionierten Tierfotografen hier vor die Linse kommen.

Panoramafoto der Niagarafälle
Wasser marsch – die Niagarafälle.

Die wohl berühmtesten Wasserfälle der Welt sind die im Osten des Landes gelegenen Niagarafälle. Sie verbinden den Eriesee in den USA mit dem Ontariosee in Kanada. Eine kleine Insel, die Goat Island, teilt die Wasserfälle in zwei Hälften. Von der Aussichtsterrasse des Besucherzentrums aus hast Du einen grandiosen Blick auf die mächtigen Wassermassen. Auch der White Water Walk ist ein paar Fotos wert. Dieser zwei Kilometer unterhalb der Wasserfälle an den Stromschnellen der Niagaraschlucht gelegene Pfad führt entlang des Niagara-Flusses und lässt Dich der Urgewalt des Wassers so nahekommen, wie an keiner anderen Stelle.

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