So gelingen Deine Fotos am Strand!

Das Sonnenlicht glänzt auf der nassen Haut, der feine Sand am Strand wärmt die Füße und auf dem leuchtendblauen Wasser hüpfen kleine Wellen auf und ab – hurra, es ist Urlaubszeit! Der Sommer weckt die Sehnsucht nach dem Meer und einem faulen Tag mit Baden, Sandburgen bauen und Pommes rot-weiß. Zugleich steigt mit den Temperaturen die Lust am Fotografieren. Kein Wunder also, dass Strandfotos zu den beliebtesten Fotoformaten gehören. Und den schwierigsten. Wir verraten Dir, wie Deine Strandfotos so schön wie der Traumstrand werden.

Mutter und Tochter posieren am Strand.
Der Sommerurlaub am Meer ist für viele das Highlight des Jahres. Doch schöne Fotos am Strand zu schießen ist gar nicht so leicht. – Foto: © milanmarkovic78 – Fotolia.com

Die besten Tageszeiten für sommerliche Strandfotos sind der Vormittag und der späte Nachmittag. Das Licht ist weniger hart als in den Mittagsstunden, aber nicht so weich wie am frühen Morgen oder späten Abend. Zudem fallen die Sonnenstrahlen von der Seite ein und leuchten das zu fotografierende Objekt besser aus. Eventuelle Schatten in den Gesichtern beseitigst Du, indem Du den Kamerablitz aktivierst. Bei Porträtaufnahmen hilft auch ein weißes Badehandtuch als Reflektor und Aufheller.

Um besonders idyllische und romantische Momente festzuhalten, bietet sich jedoch die „Goldene Stunde“ an. Dabei handelt es sich um die Zeit kurz vor und nach dem Sonnenaufgang bzw. -untergang, wenn das warme Licht alles in eine orange bis gelbe Farbe taucht. Nimm besser ein Stativ mit, denn wegen der geringeren Lichtintensität brauchst Du eine längere Belichtungszeit. Mit einem Stativ verwackelt das Foto nicht.

Sonnenuntergang am Meer, im Vordergrund Strandhafer.
Wegen der besonders romantischen Stimmung gehören Sonnenuntergänge zu den beliebtesten Fotomotiven am Meer. – Foto: © Wilm Ihlenfeld – Fotolia.com

Arbeite mit einem harmonischen Bildaufbau

Zu den „Basics“ eines eindrucksvollen Strandfotos gehört es zum Beispiel, dass der Horizont eine gerade Linie bildet – es sei denn, Du willst durch eine betonte Schräge einen besonderen Effekt erzielen. Der Horizont sollte nicht genau in der Bildmitte verlaufen, sondern nach der Drittel-Regel positioniert werden. Dabei unterteilst Du das Bild gedanklich in drei gleich große Streifen und legst den Horizont auf die obere oder untere Trennlinie. Diese Herangehensweise gilt auch für die Vertikale: Zentrale Objekte, die Du ablichten möchtest, werden nicht mittig platziert, sondern nach links oder rechts verschoben. Dieses Verfahren ist angelehnt an den „Goldenen Schnitt“ und bewirkt einen harmonischen Bildaufbau.

Junge und Mädchen spielen am Strand.
Damit das Foto harmonisch erscheint, sollte der Horizont im oberen (oder unteren) Drittel des Bildes platziert werden, das zentrale Motiv links (oder rechts) der Mitte. – Foto: © candy1812 – Fotolia.com

Finde einen anderen Blickwinkel

Warum gleichen sich viele Standfotos wie ein Ei dem anderen? Weil sie gleich aussehen. Als Motiv halten meist der Strand und das Wasser her, geknipst wird im Stehen. Doch für ein ansprechenderes – und anspruchsvolleres – Bild lohnt es sich, die gewohnten Motive aus einer anderen Perspektive zu fotografieren. Du kannst ruhig experimentieren und verschiedene Blickwinkel ausprobieren: Dasselbe Motiv wirkt aus der Froschperspektive ganz anders, als wenn es von einem erhöhten Standpunkt aus fotografiert wird.

Achte dabei auf die kleinen, aber feinen Details. Großaufnahmen von Muscheln, Schuhen oder Sonnenschirmen wirken oft spannender als Panoramabilder vom gesamten Strand – und erzählen mehr vom Tag am Meer. Auch Schnappschüsse und Momentaufnahmen inmitten der Action wirken viel authentischer und lebendiger als gestellte Szenen.

Ein Jack-Russel-Terrier läuft über den Strand
Kleine Hunde wie dieser Jack-Russell-Terrier kommen aus der Froschperspektive besonders gut zur Geltung. – Foto: © otsphoto – Fotolia.com

Wähle den richtigen Filter

Wer tagsüber mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, sollte nicht auf den Polarisationsfilter verzichten. Der Polfilter reduziert die Lichtmenge, die auf den Fotosensor trifft, und er beseitigt störende Reflexionen, die auf der Wasseroberfläche entstehen. So zeigst Du auch auf dem Foto, wie klar das Meer und wie strahlend blau der Himmel war. Eine Alternative ist der Verlaufsfilter. Dieser lässt das Licht – von oben nach unten – in verschiedenen Helligkeitsstufen durch und sorgt dafür, dass auf dem Foto der Himmel nicht den Strand überstrahlt. Bei gleißendem Tageslicht ist der Grau- bzw. ND-Filter unverzichtbar, der das eintreffende Licht zusätzlich abdunkelt.

Vater und Tochter am Strand
Mit einem Verlaufsfilter überstrahlt der Himmel nicht den Strand und behält seine blaue Farbe. – Foto: © Sunny studio – Fotolia.com

Wieder zu Hause, kannst Du die Fotos am Computer nachträglich bearbeiten: Außer bei der Beseitigung von Schönheitsfehlern helfen Filter Dir dabei, die Strandfotos optisch aufzuwerten: Retrofilter verleihen den Bildern einen nostalgischen Vintage-Effekt, mit einem Blaufilter wirken die Farben von Himmel und Meer kräftiger und satter. Die kreativen Möglichkeiten sind je nach Programm und gewünschtem Aufwand nahezu grenzenlos.

Zusammenfassung: Unsere Tipps für tolle Strandfotos

Der Sommerurlaub am Meer ist für viele das Highlight des Jahres – Deine Fotos vom Strand sollten es ebenfalls sein. Mit unseren Tipps gelingen sie:

  • Timing: Die besten Tageszeiten für tolle Strandfotos sind der Vormittag und der späte Nachmittag. Dann sind die Lichtverhältnisse ideal.
  • Bildgestaltung: Nutze die Drittel-Regel. Liegt der Horizont auf der 1/3- oder 2/3-Linie, wirkt die Komposition harmonisch.
  • Ausrüstung: Mit einem Polarisationsfilter verhinderst du störende Reflexionen. So wird der Himmel strahlend blau und das Meer klar und tief.

Nicht vergessen: Meerwasser und Sand sind Gift für deine Kamera! Auf einen Objektivwechsel direkt am Strand solltest du daher besser verzichten. Auch an windstillen Tagen schweben feinste Sandpartikel und Gischttropfen in der Luft, die in die Kamera eindringen können. Auch Akkus und Speicherkarten sollten vor dem Strandbesuch voll einsatzbereit sein.

Wir wünschen Dir tolle Tage am Strand – und viele gelungene Fotos!

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