Praxis-Tipps für schöne Babyfotos

Stolze Eltern wollen nicht nur Handy-Schnappschüsse von ihrem Sprössling haben. Doch professionelle Babyfotos sind meist teuer. Praktisch ist es auch nicht gerade, jedes Mal den Fotografen in seinem Studio aufsuchen zu müssen, um die nächste spannende Veränderung in schönen Bildern festzuhalten. Wie also kannst Du die Entwicklung Deines kleinen Sonnenscheins am besten selbst in gekonnten Bildern dokumentieren? Dazu nun ein paar hilfreiche Praxis-Tipps.

Schlafendes Baby auf weißem Laken mit weißem Stoffbären im Arm
Traumhafte Babyfotos entstehen oft im Schlaf – Babys Schlaf, wohlgemerkt.

Traumhafte Fotos Deines kleinen Lieblings

In den ersten beiden Wochen nach der Geburt schlafen Babys besonders viel. Eine gute Gelegenheit für die stolzen Eltern, den Nachwuchs abzulichten. Während das Fotomodell Energie für neue Abenteuer tankt, kannst Du mit den Einstellungen Deiner Kamera herumexperimentieren. Davon profitierst Du auch beim nächsten Wach-Fotoshooting. Zudem sind schlafende Babys an sich einfach wundervolle Motive. Mit Sicherheit gelangst Du so ganz schnell zu manch kostbarer Erinnerung in Bildform fürs Familien-Fotobuch.

Schläft das Kind, ist das auch ein guter Zeitpunkt für Detailaufnahmen. Die kleinen Hände, Füße, Ohren, Mund und Nase verewigst Du jetzt in aller Seelenruhe. Ebenso kannst Du mit dem Weißabgleich Deiner Kamera üben. Stelle ihn auf die jeweiligen Lichtverhältnisse wie zum Beispiel Tageslicht oder Kunstlicht ein, oder wähle die passende Farbtemperatur aus. Die Beleuchtungseinstellung solltest Du zu Beginn jeder Fotosession prüfen und falls nötig anpassen, wenn Du die Perspektive wechselst.

Badendes Baby vor laufendem Wasserhahn bestaunt Seifenblasen.
Mit etwas Fantasie und Inszenierung gelingen schöne und lustige Babybilder.

Der Rhythmus des Babys entscheidet

Wenn das Baby hungrig oder müde ist, leidet selbstverständlich die Motivation. Ist das Kind aber wach, satt und zufrieden, steht einem erfolgreichen Fotoshooting theoretisch nichts im Wege. Du selbst kennst Dein Kind am besten und weißt, wann die Zeit günstig ist.

Zeitdruck und Stress solltest Du unbedingt vermeiden. Verschiebe das Shooting stattdessen lieber auf einen passenderen Zeitpunkt. Gib Dir und Deinem Kind viel Zeit und habe Geduld, wenn Du Babyfotos machst. Sprich dabei sanft mit Deinem Kind und lobe es. Beharre nicht auf einer bestimmten Pose, die das Kind im Augenblick nicht umsetzen kann oder möchte. Sorge rundum für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Das Baby und seine Bedürfnisse bestimmen auch die Pausen.

Baby in grauer Latzhose im Liegestütz. Ein fröhlich-aufmerksamer Blick geht nach oben.
Babyfotos sind manchmal auch ein sportliches Ereignis.

Das beste Licht ist Tageslicht

Idealerweise wählst Du einen hellen, lichtdurchfluteten Raum und nutzt das indirekte Tageslicht, das durchs Fenster fällt. Es leuchtet das Baby besonders schön und natürlich aus.

Auf Blitzlicht solltest Du besser ganz verzichten: Es gibt einige Diskussionen darüber, ob das Blitzlicht den Kinderaugen schadet. Auch wenn es wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist, empfehlen wir Dir hier kein Risiko einzugehen. Gleichzeitig vermeidest du so unschöne Schatten und rote Augen.

Wenn Du das Kind mit dem Gesicht zum Fenster setzt, verleiht das natürliche Licht den Augen einen wunderbaren Glanz. Vermeide aber, dass Dein Baby direkt in grelles Sonnenlicht blickt. Achte außerdem darauf, dass Dein eigener Schatten nicht auf das Baby fällt, und dass Du nicht gegen das Licht fotografierst, sondern in die gleiche Richtung, wie das einfallende Tageslicht. Die Lichtquelle solltest Du also tendenziell im Rücken haben. Natürlich können auch Gegenlichtaufnahmen auf ihre Weise sehr effektvoll sein. Probiere es einfach aus.

Baby lieg in einem Korb, das Gesicht von einer Blume verdeckt.
Interessante Motive für Babyfotos entstehen oft auch ganz spontan.

Vorausplanen hilft

Um das Zeitfenster so gut wie möglich auszunutzen, solltest Du schon vor dem Shooting überlegen, wie Du die Bilder inszenieren möchtest, und zurechtlegen, was Du dafür brauchst. Einfarbige, dezente Hintergründe wie zum Beispiel eine Decke, ein großes Handtuch oder ein weiches Fell lenken den Blick nicht vom wirklichen Motiv ab. Starke Muster können dagegen die Szene stören. Mit Deko-Elementen wie Kissen oder Stofftieren kannst Du schöne Effekte erzielen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Solche Accessoires rücken auch die Größenverhältnisse ins rechte Licht. Ein schönes Motiv erhältst Du auch, wenn das Kind mit seiner keinen Hand Deinen Finger oder den Deines Partners umschließt, oder wenn Du die kleinen Füße des Babys in Deinen Händen hältst.

Ein freudig lachendes Baby liegt auf einer Decke auf dem Bauch.
Variation der Tiefenschärfe: Der Sprössling im Fokus scharfgestellt, der Hintergrund unscharf.

Weitere Praxis-Tipps

Je heller der Raum, desto niedriger solltest Du den ISO-Wert ansetzen. Achte in dunklerer Umgebung darauf, den Wert nicht zu stark zu steigern. Die Kinderfotos können sonst pixelig werden. Ist das Baby aktiv und bewegt die Arme, Beine und den Kopf – oder auch alles gleichzeitig –, helfen kürzere Belichtungszeiten.

Ganz junge Säuglinge können den Blick noch nicht fokussieren. Wenn Du trotzdem möchtest, dass Dein Sprössling in die Kamera schaut, kannst Du versuchen, ihn mit Deiner Stimme zu leiten. Oder Du lässt ein Spielzeug mit bekanntem Geräusch neben der Kamera erklingen. Eine Rassel oder ein Quietsch-Tier bietet sich hier an. Mit etwas Glück hast Du für ein paar Sekunden die erwünschte Aufmerksamkeit Deines kleinen Lieblings.

Probiere verschiedene Perspektiven aus und variiere die Entfernung der Kamera zum Kind. Experimentiere auch mit der Einstellung der Blende, um die Tiefenschärfe zu verändern. Je weiter Du sie öffnest (niedrige Blendenzahl), desto unschärfer wird der Hintergrund. So verstärkst Du den Fokus auf das Hauptmotiv – zum Beispiel das Gesicht des Babys.

Baby im Kindersitz, mit großen Augen und geöffnetem Mund, der mit Brei verschmiert ist.
Wenn das Verputzen des Breis zur wunderbaren Momentaufnahme wird.

Fazit

Ein Baby richtig zu fotografieren ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer! Es geht dabei mindestens ebenso darum, eine schöne gemeinsame Erfahrung zu schaffen, wie darum, kostbare Erinnerungen in Bildern festzuhalten. Vor allem zählt, dass alle Beteiligten sich wohl fühlen und Spaß miteinander haben. Die Bedürfnisse des Kindes stehen dabei immer an erster Stelle. Ist dafür gesorgt, sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Inszenierung, Stimmung und die Wahl der Accessoires runden das Fotoshooting ab.

Auf Blitzlicht solltest du ganz verzichten und stattdessen besser natürliches Tageslicht einsetzen.

Habe Mut zum Experimentieren! Planung und Inszenierung helfen zweifellos dabei, schöne Babyfotos aufzunehmen. Oft entstehen die besten Bilder aber auch ganz spontan, aus der Situation heraus – ganz beiläufig, während Dein Kind die Welt entdeckt. Und jede Emotion ist dabei kostbar. Auch wenn es sich nicht immer um ein perfekt ausgeleuchtetes Lächeln handelt.

Die Entwicklung Deines kleinen Sonnenscheins ist vor allem in den ersten Jahren rasant. Wenn du sie mit tollen Bildern festhältst, wäre es schade sie auf der Speicherkarte verstauben zu lassen. Auch wir in der der posterXXL-Redaktion schauen uns heute noch gerne die Foto-Alben unserer Kindertage an. Heutzutage ist das noch einfacher geworden: Mach doch z.B. einfach ein Foto-Buch mit dem Titel „Mein erstes Lebensjahr“. Praktischer Vorteil: Du hast direkt eine super Geschenk-Idee für die Großeltern.

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