Selfie-Drohnen: Das können die fliegenden Fotokameras

Spektakuläre Luftaufnahmen in den Bergen, atemberaubende Kamerafahrten am Strand und coole Selbstporträts aus luftiger Höhe – all dies ist nicht mehr nur Profi-Fotografen und Helikopter-Piloten vorbehalten. Seitdem kompakte Drohnen in den letzten Jahren einen Siegeszug bei Hobby-Filmern angetreten haben, finden sich auf Instagram und YouTube zunehmend Schnappschüsse, die aus schwindelerregender Höhe fotografiert sind und so ganz neue Blickwinkel eröffnen. Seit Kurzem gibt es nun eine neue Art von Foto-Drohnen, die auf Selbstporträts spezialisiert sind und den Selfie-Sticks den Kampf angesagt haben.

Drohne schwebt über Frau in einem Sonnenblumenfeld
Drohnen ermöglichen außergewöhnliche Fotos. – Foto: © belyjmishka – Fotolia.com

Diese Besonderheiten haben Selfie-Drohnen

Bislang ließen sich Drohnen hinsichtlich ihrer Bauweise in zwei Gruppen einteilen: schwere Profidrohnen mit hochauflösenden Kameras und exzellenter Technik sowie kleine Einsteigerdrohnen, die mehr an Spielzeug als an Foto-Equipment denken ließen. Die Selfie-Drohnen schließen nun die Lücke – sie sind handlich, kompakt und meistens zusammenklappbar, wodurch man sie auch in einem kleinen Rucksack verstauen kann. Da die Bildqualität bei Selfies einer der wichtigsten Faktoren ist, sind sie mit hochauflösenden Kameras ausgestattet – manche bieten sogar 4K-Auflösung.

Die größte Neuerung ist jedoch die Fähigkeit der Drohnen, einem Fotomodell automatisch zu folgen und so komplett selbstständig Kamerafahrten aufzuzeichnen. Teurere Modelle besitzen eine Hinderniserkennung und weichen Bäumen oder Straßenschildern aus. Die Hersteller haben auch darauf geachtet, dass die Selfie-Drohnen intuitiv zu bedienen sind, damit sich die Nutzer ohne lange Einarbeitung direkt ins Fotovergnügen stürzen können.

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Inspirationen für Deine Drohnen-Fotos

Mit Selfie-Drohnen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Ein großer Vorteil gegenüber Selfie-Sticks: Dadurch, dass die Drohne frei um Dich herum schwebt, kannst Du Dich auch von der Seite oder von hinten fotografieren – auf einer Klippe am Meer, auf einem Berggipfel oder am Strand ergibt das atemberaubende Bilder.

Kein Selfie-Stick der Welt reicht so weit wie die Funkverbindung zu einer Drohne – deswegen ermöglicht die fliegende Fotokamera geniale Bilder von sehr weit entfernten Standpunkten – oder besser gesagt: „Schwebepunkten“. Das kannst Du nutzen, um beeindruckende Landschaftsaufnahmen zu verwirklichen, in denen die porträtierten Personen nur noch wie kleine Spielzeuge wirken.

Darauf solltest Du beim Kauf achten

Falls Du Lust bekommen hast, auch unter die Drohnen-Fotografen zu gehen: Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an unterschiedlichen Fluggeräten. Wir verraten Dir, welche Eigenschaften und Features wichtig sind, um lange Spaß mit der Drohne zu haben.

Scheckkartenformat oder lieber die Ausmaße eines Milchkartons – Selfie-Drohnen gibt es in verschiedenen Größen. Wenn Du also die Drohne häufig einsetzt, solltest Du auf kompakte Abmessungen achten. Wiegt die Drohne unter 250 Gramm, entfällt auch die Kennzeichnung des Flugobjekts, wie sie seit Frühjahr 2017 für schwere Modelle gesetzlich vorgeschrieben ist.

Schwarze, faltbare Drohne
Faltbare Drohnen lassen sich unkompliziert auf Reisen mitnehmen. – Foto: © fd-styles – Fotolia.com

Eine lange Flugdauer zeichnet eine gute Drohne aus. Manche Exemplare schweben nur 5 Minuten, andere bleiben über 20 Minuten am Himmel, bevor der Akku leer ist. In einem solchen Fall oder wenn die Funkverbindung abbricht, macht es sich bezahlt, wenn die Drohne den Fail-Safe-Mode aufweist. Er sorgt dafür, dass sie (rechtzeitig) vollautomatisch zum Abflugort zurückkehrt.

Damit sich niemand an den Rotorblättern verletzt, empfiehlt es sich außerdem, eine Drohne zu kaufen, bei der die Propeller in einem Schutzgehäuse untergebracht sind. Zu guter Letzt ist natürlich die Foto- und Videoqualität der Aufnahmen ein entscheidender Punkt – die meisten Modelle verfügen über einen Bildstabilisator, der verwackelte Bilder verhindert.

Gartenparty von oben
Auch auf Partys garantieren Drohnen einzigartige Fotos. – Foto: © Photographee.eu – Fotolia.com

Fazit

  • Selfie-Drohnen sind kompakter als Profidrohnen, liefern aber trotzdem eine beachtliche Fotoqualität.
  • Sie können dem Fotografen automatisch folgen und eignen sich so für viele Fotovorhaben.
  • Egal ob weitläufige Landschaftsaufnahmen, verspielte Bilder von oben oder ausgefallene Porträts – Selfie-Drohnen eröffnen neue Blickwinkel.
  • Vor dem Kauf solltest Du Dich gut informieren, da es in Sachen Größe, Akkulaufzeit und Bildqualität große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen gibt.

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