Tierfotografie: Tipps für Tierfotos mit Katzen und Hunden
Von PosterXXL am 4. August 2026
Lies unsere Tierfotografie-Tipps von erfahrenen Experten und erfahre, wie du natürlich wirkende Tierfotos machen kannst – mit Empfehlungen zu Beleuchtung, Kameraeinstellungen und mehr.

Tiere zu fotografieren kann eine echte Herausforderung sein – aber mit den richtigen Tipps kannst du deine eigenen kostenlosen Tierbilder machen, ohne extra zum Tierfotografen zu fahren.
Für diesen Guide haben wir mit den Tierfotografen Holly Dwyer und Wes Kristopher gesprochen sowie mit Mitgliedern unseres Teams, die wissen, worauf es bei schönen Tierfotos ankommt – ob Katze, Hund oder anderes Haustier. Von Beleuchtung und Kameraeinstellungen bis zu Actionaufnahmen und Aufmerksamkeitstricks: Das sind die besten Tierfotografie-Tipps.
Wie gelingt das perfekte Tierfoto?
Der wichtigste Tipp für die Fotografie von Tieren: Lass dein Haustier zuerst zur Ruhe kommen. Eine vertraute Umgebung, kurze Sessions und viel Geduld führen fast immer zu natürlicheren Katzen- und Hundefotos als der Versuch, sie schnell in Position zu bringen.
Hunde und Katzen brauchen in der Regel unterschiedliche Herangehensweisen. Lustige Hundefotos gelingen oft mit Leckerlis, während Katzen – ganz die Königinnen, die sie sind – selbst entscheiden, ob sie gerade Lust auf ein Fotoshooting haben. Der Trick besteht darin, sich ihrem Tempo anzupassen, nicht umgekehrt.
Percys Tipp
„Leckerlis. Dann noch mehr Leckerlis.“ Laut Percy (über seinen Besitzer Daniel, Paid Search Specialist) beginnt jedes gelungene Hundefoto mit einem Snack. Dem kann man kaum widersprechen.
Tierfotografie-Tipps von Wes Kristopher
Der Tier-, Wildlife- und Landschaftsfotograf Wes Kristopher (@peopleofthepeak) lebt im englischen Sheffield. Tiere zu fotografieren brachte er sich selbst bei, während er den Peak District-Nationalpark erkundete. In seiner Arbeit dreht sich alles darum, den Charakter der Natur einzufangen. Deshalb ist er der perfekte Ansprechpartner für ausdrucksstarke Tierfotografien.
Sein Tipp für bessere Hunde- oder Katzenfotos lautet: „Fotografiere dein Haustier auf Augenhöhe und geh dafür möglichst tief herunter“. Diese Perspektive macht einen großen Unterschied: Sie füllt den Bildausschnitt besser aus und lässt dein Haustier wirklich zur Geltung kommen.“
Für noch bessere Ergebnisse empfiehlt Wes Blumen, Gräser oder andere Elemente im Vordergrund einzubeziehen. Sie verleihen dem Bild mehr Tiefe und lenken den Blick ganz natürlich auf dein Haustier.
Was ist die beste Beleuchtung für die Tierfotografie?
Natürliches Licht ist fast immer der einfachste Ausgangspunkt für die Tierfotografie.
- Fotografiere am Fenster oder draußen: Platziere dein Haustier in der Nähe eines Fensters, einer offenen Tür oder an einem hellen, aber bewölkten Tag draußen. Weiches Licht bringt die Fellstruktur besser zur Geltung, sorgt für schöne Lichtreflexe in ihren Augen und vermeidet harte Schatten.
- Schalte drinnen die Deckenbeleuchtung aus: Das Mischen von natürlichem und künstlichem Licht kann Farbstiche erzeugen, die sich später nur schwer korrigieren lassen.
Top-Tipp: Wenn du dich fragst, wie du schwarze Hunde oder Katzen am besten fotografierst, ist ein heller Fensterplatz mit weichem Morgen- oder Abendlicht ideal. So kommen Fellstruktur und Konturen deutlich besser zur Geltung.
Kacchans Tipp
Ran, Performance Marketing Senior Specialist, sagt: „Folge dem Sonnenlicht. Es ist die beste Farbkorrektur, die die Natur zu bieten hat.“ Beim Fotografieren von Katzen hält sie die Bildkomposition bewusst einfach.
Was sind die besten Kameraeinstellungen für die Tierefotografie?
Stelle die höchste verfügbare Bildqualität ein und deaktiviere den Makromodus, wenn deine Kamera automatisch das Objektiv wechselt. Wenn du außerdem auf die Augen deines Haustieres fokussierst, wirken deine Tierfotos schärfer und ausdrucksstärker. Besonders bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen zahlt es sich aus, so viele Details wie möglich einzufangen.
Patchs Tipp
Camille, CRM Automation Specialist, nutzt für ihre Fotoshootings mit ihren Welpen immer den Bewegtbild-Modus. „So kann ich mich später für das beste Einzelbild entscheiden“, sagt sie. „Das ist ein einfacher Trick, der den Moment retten kann, in dem dein Hund geblinzelt oder weggeschaut hat.“
Drei Katzen, dreifache Erfahrung
Ivo, SEO Lead, hat ein paar Tricks beim Fotografieren seiner drei Katzen Bibi, Mila und Mikki gelernt. Sein bester Tipp für ein Katzenfotoshooting, dessen Ergebnisse unbedingt gedruckt werden sollten?
- Benutze Spielzeug: Wenn du möchtest, dass deine Katze in die Kamera schaut, halte ein Spielzeug oder einen anderen Gegenstand direkt hinter dein Smartphone (sei aber auf den ein oder anderen Pfotenhieb gefasst).
- Geh einen Schritt zurück: Fotografiere bei Bedarf aus etwas größerer Entfernung. Oft ist es besser, das Bild später zuzuschneiden, als den perfekten Moment zu verpassen.
- Erhöhe die Qualität: Wenn dein Smartphone es zulässt, stelle eine höhere Auflösung ein, um mehr Details einzufangen – vorausgesetzt, deine Katze sitzt lange genug still.
- Knipse drauf los: Mach mehr Fotos, als du glaubst zu brauchen.
Wie fotografiert man Hunde beim Leckerli-Fangen?
Nutze den Serienbild-Modus. Statt eines einzelnen Fotos nimmt er eine schnelle Bildfolge auf – so steigen die Chancen erheblich, den perfekten Augenblick zu erwischen. Kombiniere ihn mit dem kontinuierlichen Autofokus und einer kurzen Verschlusszeit und du kannst Bewegungen gestochen scharf festhalten. So fühlst du dich beim Fotoshooting mit deinem Hund wie ein richtiger Tierfotograf.
Wie kann ich die Aufmerksamkeit meines Haustieres auf mich lenken?
Eine der einfachsten Möglichkeiten, dich als Tierfotograf zu verbessern, besteht darin, kurz bevor du den Auslöser drückst, die Aufmerksamkeit deines Haustieres zu auf dich zu lenken. Ein quietschendes Spielzeug, eine knisternde Leckerlipackung oder ein hoher Ton können ausreichen, um eine neugierige Kopfneigung oder den direkten Blick in die Kamera zu bekommen.
Wichtig ist, dass du vorher bereit bist. Die meisten Haustiere reagieren nur für einen kurzen Moment, bevor sie mit dem weitermachen, was sie gerade getan haben. Halte daher deinen Finger schon auf dem Auslöser, bevor du ein Geräusch machst.
Giorgios Tipp
Wenn sie Giorgio fotografiert, geht Maia, Senior Motion Designerin, ganz einfach vor. „Mein Trick ist, hohe Töne von mir zu geben, um seine Aufmerksamkeit zu erregen und ihn dazu zu bringen, in die Kamera zu schauen.“
Holly Dwyers Tipps zum gemeinsamen Fotografieren von Haustieren und Menschen
Die ausdrucksstärksten Tierfotografien zeigen nicht nur das Tier allein. Die in Manchester ansässige Tier- und Familienfotografin Holly Dwyer (@hollydwyerphotography) hat sich darauf spezialisiert, die Beziehung zwischen Menschen und ihren Haustieren einzufangen – und ihr wichtigster Tipp hat sehr wenig mit der Kameraeinstellung zu tun. Stattdessen geht es um die Verbindung zueinander.
Bei einem Familienfotoshooting mit Hund oder Katze sind die besten Fotos normalerweise nicht diejenigen, auf denen alle in die Kamera schauen. Halte stattdessen Momente fest, in denen ihr euch anschaut, eure Aufmerksamkeit auf dasselbe richtet oder einfach nur eng nebeneinander sitzt.
Die Tierfotografin erklärt: „Eine Lücke zwischen zwei Motiven unterbricht oft ihre Verbindung – also kuschelt euch eng aneinander und nutzt diesen Moment wirklich, um füreinander da zu sein.“ Solche Aufnahmen eignen sich besonders gut für stimmungsvolle Weihnachtsfotos mit Hunden oder Katzen.
Ein überraschender Trick: ins Ohr pusten
Möchtest du für eine Sekunde die Aufmerksamkeit deines Hundes gewinnen? Holly hat einen überraschend einfachen Trick. „Puste dem Hund sanft ins Ohr“, sagt sie. „Stell dich auf ein feuchtes Hundeküsschen ein. Aber für den niedlichen Schnappschuss wirkt es Wunder.“
Das Beste daran? Das Lachen, das normalerweise folgt, ergibt oft ein noch besseres Foto als das, das du eigentlich machen wolltest. Fotos wie diese verdienen mehr als nur einen Platz in deiner Fotogalerie. Egal, ob du sie als Fotoabzug, Wandbild oder Fotobuch verewigst – es sind die Momente, die du noch lange in Erinnerung behalten wirst.
Was sind die häufigsten Fehler bei der Fotografie von Tieren?
Der größte Fehler bei der Tierfotografie ist zu erwarten, dass sich dein Haustier wie ein professionelles Model verhält. Wenn du ein paar Grundregeln für dein Fotoshooting beachtest, kann das einen großen Unterschied machen:
- Zieh das Fotoshooting nicht in die Länge.
- Begib dich auf Augenhöhe mit deinem Tier.
- Nutze natürliches Licht optimal aus.
- Lösche die Outtakes nicht zu schnell.
Die besten Fotos von Haustieren entstehen oft nicht, weil alles perfekt gelaufen ist. Sie entstehen, weil dein Hund etwas getan hat, was ganz typisch für ihn ist, oder deine Katze im richtigen Moment endlich aufgeschaut hat. Ein wenig Geduld, gutes Licht und eine Handvoll Expertentipps können den Unterschied machen.
Wenn du mit deinen Fotos zufrieden bist, lass sie nicht in deiner Fotogalerie verschwinden – verwandle dein Tierfoto in Kunst. Gestalte Leinwände, eine Sammlung von Fotoabzügen, Fotobücher und mehr, um jedes Abenteuer im Matsch, jeden verschlafenen Nachmittag und jeden wunderbar chaotischen Moment festzuhalten.
Denn wenn es eines gibt, das jeder Haustierbesitzer lernt, dann ist es, dass die Jahre irgendwie viel schneller vergehen, als man erwartet.










